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KI-Glossar: Begriffe rund um KI-Agenten
42 Begriffe von „Agentic AI“ bis „Zero-Shot“ – kurz erklärt, mit Beispielen und Verweisen auf die ausführlichen Artikel.
A
- Agentic AI (agentische KI)
KI-Systeme, die Ziele selbstständig verfolgen: Sie planen Schritte, nutzen Werkzeuge und prüfen ihre Ergebnisse. Mehr: Agentic AI erklärt.
- Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
Ein Vertrag nach DSGVO, den Firmen mit Dienstleistern schließen, die in ihrem Auftrag personenbezogene Daten verarbeiten – etwa mit dem Anbieter eines KI-Assistenten.
- Autonomie
Wie viel ein KI-Agent ohne Rückfrage tun darf. Gute Agenten lassen sich in ihrer Autonomie fein einstellen – je nach Aufgabe und Vertrauen.
C
- Chatbot
Ein Programm, das in einem Gespräch auf Fragen antwortet. Anders als ein KI-Agent plant und handelt ein Chatbot in der Regel nicht selbst.
- Computer Use
Wenn ein KI-Agent einen Browser oder ein Programm wie ein Mensch bedient – mit Klicks, Eingaben und Scrollen. Nützlich, wo es keine Schnittstelle gibt.
D
- Delegation
Wenn ein Agent einen Teilauftrag an einen anderen Agenten abgibt, der ihn – oft im Hintergrund – erledigt und das Ergebnis zurückmeldet.
- DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung)
Das europäische Datenschutzrecht. Für KI-Assistenten wichtig: Wo werden Daten verarbeitet, auf welcher Rechtsgrundlage, wie lange – und können Nutzer sie einsehen und löschen? Mehr: Sicherheit & Datenschutz.
E
- Embedding
Eine Darstellung von Text als Zahlenfolge, die seine Bedeutung abbildet. Damit lassen sich Inhalte nach Bedeutung statt nach genauen Wörtern finden.
F
- Fine-Tuning
Das Nachtrainieren eines bestehenden Modells mit eigenen Beispielen, um es auf eine bestimmte Aufgabe oder einen Stil anzupassen.
- Freigabe
Die ausdrückliche Zustimmung eines Menschen, bevor ein KI-Agent etwas tut, das nach außen wirkt – etwa eine Mail senden, etwas kaufen oder löschen.
G
- Gedächtnis (Memory)
Was ein KI-Agent sich über Gespräche hinweg merkt: Menschen, Vorlieben, Regeln, Fakten. Ein gutes Gedächtnis ist einsehbar und löschbar.
- Guardrails (Leitplanken)
Technische und inhaltliche Grenzen, die festlegen, was eine KI darf und was nicht – zum Beispiel Freigabepflichten, gesperrte Aktionen oder Budgets.
H
- Halluzination
Wenn ein KI-Modell überzeugend klingende, aber falsche oder erfundene Informationen ausgibt. Quellenangaben und Rückfragen helfen, Halluzinationen zu erkennen.
- Human in the Loop
Ein Prinzip, bei dem ein Mensch in wichtigen Entscheidungen eingebunden bleibt – der Agent bereitet vor, der Mensch gibt frei.
I
- Inferenz
Die Nutzung eines fertig trainierten KI-Modells – also jedes Mal, wenn es eine Antwort erzeugt. Inferenz verursacht die laufenden Kosten von KI.
K
- KI-Agent (AI Agent)
Ein KI-System, das ein Ziel weitgehend selbstständig erreicht – es versteht den Auftrag, plant, handelt mit Werkzeugen und meldet sich mit dem Ergebnis. Mehr: Was ist ein KI-Agent?
- KI-Assistent
Eine KI, die Menschen im Alltag oder Beruf unterstützt – bei Terminen, Mails, Recherche und Texten. Moderne persönliche Assistenten arbeiten zunehmend als Agenten. Mehr: Persönlicher KI-Assistent.
- KI-Team
Eine Gruppe von KI-Agenten mit verteilten Rollen, etwa Recherche, Texte und Planung. Bei Eery per Vorlage oder Beschreibung angelegt. Mehr: KI-Agenten.
- KI-Verordnung (EU AI Act)
Die Verordnung der Europäischen Union über künstliche Intelligenz, in Kraft seit dem 1. August 2024; ihre Pflichten gelten schrittweise. Sie sieht unter anderem Transparenzpflichten vor – etwa, dass Menschen erkennen können, wenn sie mit einer KI interagieren.
- Kontextfenster (Context Window)
Die Menge an Text, die ein Sprachmodell auf einmal berücksichtigen kann – Gespräch, Dokumente und Anweisungen zusammen. Was nicht hineinpasst, „sieht“ das Modell nicht.
L
- Large Language Model (LLM, großes Sprachmodell)
Ein KI-Modell, das mit großen Textmengen trainiert wurde und Sprache verstehen und erzeugen kann. LLMs sind das „Gehirn“ der meisten heutigen KI-Agenten.
M
- MCP (Model Context Protocol)
Ein offener Standard, über den KI-Anwendungen Werkzeuge, Apps und Datenquellen einheitlich anbinden. Er erleichtert es, Agenten mit vielen Diensten zu verbinden.
- Modell-Routing
Die automatische Wahl des passenden KI-Modells je Aufgabe: sparsame Modelle für Einfaches, starke Modelle für Anspruchsvolles.
- Multi-Agenten-System (Multi-Agent System)
Mehrere KI-Agenten mit eigenen Rollen, die gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Mehr: Multi-Agenten-Systeme.
- Multimodal
Ein Modell, das mehrere Arten von Inhalten verarbeitet – Text, Bilder, Audio oder Video.
O
- Open-Weights-Modell
Ein KI-Modell, dessen trainierte Gewichte veröffentlicht sind. Es kann bei verschiedenen Anbietern oder selbst betrieben werden.
- Orchestrierung
Die Steuerung mehrerer Agenten oder Arbeitsschritte: Wer macht was, in welcher Reihenfolge, und wie werden Ergebnisse zusammengeführt?
P
- Persona
Die Rolle und Persönlichkeit, die ein KI-Agent annimmt: Aufgabe, Fachgebiet, Ton und Arbeitsweise.
- Prompt
Die Eingabe an ein KI-Modell – eine Frage, ein Auftrag oder eine Anweisung. Je klarer der Prompt, desto besser meist das Ergebnis.
- Prompt-Injection
Ein Angriff, bei dem versteckte Anweisungen in Inhalten stehen, die eine KI liest – auf Webseiten, in Mails oder Dokumenten –, um sie zu ungewollten Aktionen zu bringen. Mehr: Sicherheit von KI-Agenten.
R
- RAG (Retrieval-Augmented Generation)
Ein Verfahren, bei dem eine KI vor dem Antworten passende Stellen aus Dokumenten oder Datenbanken nachschlägt und diese in ihre Antwort einbezieht. So kann sie mit eigenem, aktuellem Wissen arbeiten.
- Reasoning (Schlussfolgern)
Die Fähigkeit eines Modells, mehrstufig zu denken, Zwischenschritte abzuwägen und Pläne zu machen. Reasoning-Modelle sind für Agenten besonders wichtig.
S
- Sandbox
Ein abgeschotteter Bereich, in dem Programme laufen, ohne auf den Rest des Systems zugreifen zu können. Wichtig, wenn KI-Agenten Code ausführen.
- Spracherkennung (Speech-to-Text)
Die Umwandlung gesprochener Sprache in Text – zum Beispiel, damit ein KI-Assistent Sprachnachrichten versteht.
- Sprachsynthese (Text-to-Speech)
Die Umwandlung von Text in gesprochene Sprache – damit ein KI-Assistent mit eigener Stimme antworten kann.
- Systemprompt
Grundanweisungen, die ein KI-Modell vor jedem Gespräch bekommt – etwa Rolle, Ton und Regeln eines Agenten. Nutzer sehen sie meist nicht.
T
- Taint-Tracking
Das Mitverfolgen, ob ein Agent in einem Lauf fremde, ungeprüfte Inhalte gelesen hat. Ist das der Fall, fragt er vor Aktionen nach außen nach – ein Schutz gegen Prompt-Injection.
- Token
Die Einheiten, in die Sprachmodelle Text zerlegen – meist Wortteile. Kosten und Grenzen von KI-Modellen werden oft in Token gemessen.
- Tool Use (Werkzeugnutzung, Function Calling)
Die Fähigkeit eines Sprachmodells, Werkzeuge aufzurufen – etwa eine Websuche, einen Kalender oder ein Mail-Programm. Erst dadurch kann eine KI handeln.
V
- Vektordatenbank
Eine Datenbank für Embeddings. Sie findet zu einer Frage die inhaltlich passendsten Textstellen und ist oft Teil von RAG und KI-Gedächtnis.
W
- Workflow-Automatisierung
Das automatische Abarbeiten wiederkehrender Abläufe. Mit KI lassen sich solche Abläufe in normaler Sprache beschreiben statt Schritt für Schritt zu programmieren. Mehr: KI-Automatisierung.
Z
- Zero-Shot und Few-Shot
Zero-Shot heißt: Ein Modell löst eine Aufgabe ohne Beispiele. Few-Shot heißt: Es bekommt vorher ein paar Beispiele, an denen es sich orientiert.
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